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Es war keineswegs ein gefasster Plan, als ein damals gerade 23jährige Kinodekorateur an einem Septemberabend auf dem Weg zu seiner Großmutter, zwei Plakatständer der Partei "Die Republikaner" mit dem Konterfei des ehemaligen Waffen-SS-Mitglieds Franz Schönhuber, mit einem zugegebenermassen unoriginellen "Nazis raus" beschriftete. - Erst als er im Begriff war, den dicken Edding-Stift in seiner Brusttasche seiner Jacke zu verstauen, wurde er gewahr, dass er bei seiner Aktion nicht unbeobachtet geblieben war. - Der Lichtkegel eines Polizeifahrzeugs blendete von rechts auf und schon waren zwei Polizeibeamte an seiner Seite und griffen zielgerichtete in die Brusttasche, fanden überraschender Weise das beweismittel, den dicken Fllzstift sowie eine Haushaltsschere. - Auf frischer Tat, zunächst auf eine Polizeiwache im Westen der Stadt verbracht, wurde nach einer gewissen Weile sowohl eine erkennungsdienstliche Behandlung als auch eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet. Tatsächlich war der offensichtlichen Bewachung eine Anzeige gegen. - Denn im ganzen Stadtgebiet der Millionenmetropole im Süden Westdeutschlands war es zu unetrschiedlichen Beschädigungen und Beschriftungen der Plakate gekommen. - Vom Abreissen, vom Verzieren mit dem "Chaplin-Bärtchen" bis hin zu ähnlichen Schriftproben, mit der der junge Mann in flagranti ertappt worden war. In seinem Quartier, wo sich eine grössere meist studentsche Bewohnerschaft für den Erhalt einer Bausiedlung organisiert hatte, . ein befreundeter Germanist ging in einem Gespräch scharf ins Gericht mit dem Parolen-Fall. - Gamz unabhängig, ob es moralisch, politisch oder historsch richtig sei, gegenüber einem ehemaligen designierten Chefradteur, Franz Schönhuber, der sich mit seinem "Selbstbezichtigungbuch" ohne Reue
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