Hier entsteht die Seite Reise in Polen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als der Berliner Psychiater und Schriftsteller Alfred Döbiln in den Jahren 1926/27 den Zug nach Polen bestieg, besuchte er einen noch jungen Staat, der  schon schwer an der Minderheitenfrage trägt. Ein Drittel der Bevölkerung fühlte sich nicht zu der polnisch-katholischem Nation im engeren Sinne zugehörig, waren litauisch, ukrainisch, bzw. ruthinisch, deutsch, tschechisch und jüdisch.

Zehn Jahre bevor die Photographien von Roman Vischniac entstehen, ist Döblin auch auf den Spuren seines jüdischen Erbes. Seine Eindrücke in den gr0ßen Städten u.a. in Warschau und der alten Königstadt Krakau, faßt er später in seiner "Reise in Polen" zusammen. Es ist ein beeindruckendes Dokumente iner Annäherung, aber auch einer frappeanten Fremdheit. Die jüdische Welt, wie sie ihm hier in unterschiedlichen aAusprägungen begegnet, scheint ihm exotisch, ja bisweilen abstoßend. Zugehörigkeit empfindet er letztlich keine. Aber immer wieder versucht er einen Zugang zu finden, was ihm nicht gelingt. In der katholischten aller polnischen Städte, in Krakau, kommt es dann zu einer im Hinblick auf seine späteren Lebensjahre im amerikanischen Exil bezeichnenden Szene in der Marienkirche. - Hier plötzlich, in der Spiritualität eines konsequent umfassenden programmatischen Katholizismus mit all den Einschränkungen und vormodernen Prägungen, fundet er plötzlich Halt und Zuversicht.

, dass der trotzdem er in Berlin im sog. Scheunenvioertel ja ,

 

 

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