Hier entsteht die Seite  Stadtrundgänge. (8.11.2011)

 

Von der Bauepoche unter Ludwig I. zur "Hauptstadt der Bewegung" in der Nazi-Zeit:

Der Stadtspaziergang widmet sich der Parallelgeschichte der Stadt München in zwei Jahrhunderten:

Es soll unter anderem der Frage nachgegangen werdenauf welche Weise die planmässige Stadterweiterung Münchens (1808-1848), wie sie besonders unter Ludwig I. in ihren repräsentativen Strassen und Platzgestaltungen und den Museumsbauten ihren Ausdruck fand, 100 Jahre später von der nationalsozialistischen Städteplanung unter Adolf H. aufgegriffen, erweitert und schliesslich in den nicht mehr realisierten Plänen des Umbaus als  giganto-groteske "Führerstadt" ad absurdum geführt wurde. - Das heisst, die Stadtführung versucht in groben Zügen die Anfänge der Kunststadt "München" des 19. Jahrhunderts nachzuzeichnen, die eng mit dem Aufstieg der kurfürstlichen Residenzstadt zur königlichen Hauptstadt eines neuen - durch Säkularisation und an der Seite Napoleon Bonapartes - vergrösserten Bayern zu erzählen ist.

 

 

München, das notorisch an seiner mittelmässigen Grösse und dem daraus abgeleiteten Diktum, nicht zu den Welt-Metropolen zu zählen,  zu leiden scheint, bretzelt sich schon seit der Frühzeit auf, als ... zeigt sich neben dem berühmt gewordenen München-Kapitel in der programmatischen Propaganda-Schrift "Mein Kampf", dass zumindest in den Anfangsjahren die nationalsozialistische Kunst- und Architekturplanung für die desginierte "Hauptstadt der Bewegung" und "Hauptstadt der deutschen Kunst" an die ludivizianische Epoche und sich somit an die Tradition der Wittelsbacher Herrscher als obrigkeitsstaatliches Kunstmäzenatentum anknüpft. 

Am Beispiel der Geschichte der Bebauung des Königsplatzes lassen sich die Grundzüge der auf herrschaftlicher Repräsentation, Kulturvermittlung und Architekturauffassung ausgerichteten Baupolitik an verschiedenen ausgeführten Gebäudekomplexen zeigen.

Der "griechische" Platz, der im Kontext der philhellinischen Bewegung in Europa bzw. des griechenbegeisterten Ludwig, konzipiert wurde, verkörpert den architektonischen Rückgriff auf die Antike und thematisiert in den Propyläen die neu-griechische Monarchie bayrischer Prägung, die zwischen 1832-1862 durch König Otto, einen wechselvollen Verlauf nahm.

Die Planung und der Bau der Glyptothek als erstes Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Kronprinz Ludwig und Leo Klenze, bzw. die wechselvolle Geschichte der Zusammentragung der Sammlung (Ägeniten), sollen ebenso angesprochen werden wie die durch die während des " 2. Weltkriegs entstandenen Schäden und die u.a. von Döllgast gekennzeichnet, purifizierende  Renovierungsarbeiten.

 

 

 

 

 

                                                                                                      

                                                                                                                   

 
   
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                  

                                                                                                                   

 
   
   

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

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